19.01.2012 - Seit Richard Hassell und Mun Summ Wong in der ostasiatischen Metropole Singapur bauen, erobert sich der Urwald scheinbar die Hochhäuser zurück. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt zeigt jetzt die Gebäudeprojekte der beiden Architekten.
Richard Hassell und Mun Summ Wong, Geschäftsführer des Architekturbüros WOHA erlangten Ende der 1990-er Jahre erste Aufmerksamkeit mit ihren tropisch-offenen Einfamilienhäusern. Heute haben sich die beiden Visionäre dem Bauen von Hochhäusern verschrieben und planen ganz neue Großstadtstrukturen. Den üblichen Hochhäusern mit hermetisch versiegelten Fassaden setzen WOHA ein eigenwilliges Konzept entgegen: die “porösen Türme”, perforierte Bauten, die über und über mit Pflanzen und Gärten ausgestattet sind. Damit machen die Architekten Klimaanlagen fast überflüssig, da der natürlicher Luftstrom und die großflächige Bepflanzung eine Kühlung der Räumlichkeiten ermöglichen. Für ihr zukunftsweisendes Wohnhochhaus in Bangkok „The Met“ hat WOHA 2010 den Internationalen Hochhaus Preis erhalten.
Im Deutschen Architekturmuseum sind noch bis zum 29. April 2012 die Arbeiten von WOHA zu sehen. 19 Projekte werden auf etwa 500 Quadratmetern mit großformatigen Fotos und Plänen, digitalen Bildern, Projekttexten und Modellen präsentiert – von Einfamilienhäusern über Schulbauten und Hochhaustürme bis hin zu Resorts.
Weitere Informationen: dam-online.de