Ulsteraue ersetzt Betonwüste in Geisa

Die Kleinstadt Geisa hat rund 4.700 Einwohner – und ist in Sachen Förderprogrammen extrem gut aufstellt. Es werden möglichst viele Förderprogramme miteinander kombiniert. Das Ziel der Stadt Geisa ist die „Schaffung einer funktionierenden urbanen Nutzungsmischung im Stadtzentrum“. Eine der Hauptmaßnahmen war die Revitalisierung der stadtnahen Ulsteraue.

Hintergrund

  • Die Ulsteraue östlich des Stadtzentrums stellt einen wertvollen Naturraum zwischen der Stadt und den benachbarten Kuppen der Rhön dar
  • Die Flussaue im Schnittpunkt zwischen Altstadt und östlicher Innenstadt stellte allerdings als Industriebrache einen gravierenden städtebaulichen Missstand dar
  • Etwa 1,3 Hektar waren versiegelt und mit Gebäuden und Werkhallen überbaut
  • Teilweise wurde die Anlage vom städtischen Bauhof genutzt. Nach dem Ersatzneubau des Bauhofes an der Rasdorfer Straße konnten die Industriegebäude abgerissen werden
  • Die Stadt lobte einen städtebaulichen Realisierungswettbewerb zur zukünftigen Gestaltung der stadtnahen Ulsteraue aus
  • Basierend auf dem Siegerentwurf entstand ein Erholungsbereich mit Badeteich und ausgedehntem Spielbereich für drei verschiedene Altersgruppen vom Kleinkind bis zum Schulkind, Holzdecks in der Aue und direkt an der Ulster zum Sitzen und Sonnen. Die Aue wird durch ein Wegenetz erschlossen. Die Streuobstwiesen unterhalb der mittelalterlichen Stadtmauer wurden wieder hergestellt. Die Stadt auf dem Bergsporn wird durch den barrierefreien Altstadtzugang mit der Aue verbunden
  • Die Ulsteraue steht nun ausschließlich Fußgängern und Radfahrern zur Verfügung
  • In einer weiteren Fördermaßnahme wurde die Blaue Brücke als Flußübergang für Radfahrer und Fußgänger errichtet

Förderung

  • Das Projekt wurde aus dem Förderprogramm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“ kofinanziert. Der Anteil beträgt 185.000 Euro vom Bund und vom Land
  • Zusätzlich kamen über die Thüringer Aufbaubank Mittel aus der Richtlinie für die Förderung aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe vom 270.000 Euro, sowie aus dem Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) in Höhe von 830.000 Euro dazu
  • Der städtische Mitleistungsanteil betrug insgesamt 315.000 Euro und damit 19,7 Prozent
  • Die Kosten betrugen insgesamt 1,6 Millionen Euro

Aktive Stadt- und Ortszentren

FÖRDERPROGRAMM

185,000 Euro

FÖRDERSUMME

1,3 Hektar

GESAMTGRÖSS

Bäume für Streuobstwiese

PFLANZUNGEN

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